Bürger helfen Bürgern 2020 e.V. gegründet!

Gemeinsam in die Zukunft – Fidei gründet Bürgerverein

Zemmer- Rodt, 24.01.2020

Die Arbeitsgruppe hat zwei Jahre auf diesen Tag hingearbeitet. Unter der Leitung von Ortsbürgermeister Edgar Schmitt und Helge Schneider von der Verbandsgemeindeverwaltung Trier-Land haben Vertreter von Kommune und Kirche mit Ehrenamtlichen der Fidei an der Vereinsgründung gearbeitet.

Beginnen wir aber etwas früher. 2015 haben wir in Deutschland eine Welle der Hilfsbereitschaft erlebt, die auch in der Gemeinde Zemmer zu erleben war. Etwa 100 geflüchtete Menschen wurden in die Ortsgemeinden gebracht, die dort ihr Asylverfahren durchlaufen konnten. Schnell hatte sich unter der Leitung zweier Mitarbeiter des Dekanates Schweich-Welschbillig und des Caritasverbandes Trier in Kooperation mit der Verbandsgemeinde und der Kirchengemeinde ein Netzwerk Flüchtlingshilfe gebildet. Sie sorgten sich um die Neuzugezogenen und sind auch heute noch aktiv. Dieses Flüchtlingsnetzwerk entwickelte sich dann 2018 weiter zu einem Netzwerk „Bürger helfen Bürgern“, weil die Zahl der Flüchtlinge zurückging. Es bleibt der Wunsch, sich auf der Fidei füreinander zu engagieren, weil junge und ältere Menschen auf Hilfe angewiesen sind.

Edgar Schmitt brachte sehr bald die Idee mit ein, einen Bürgerbus auf der Fidei zu installieren, der die Ortsteile innerhalb der Gemeinde Zemmer miteinander verbinden könnte. Ein Jahr später rollt der „Fideiexpress“ Dank der großen Spendenbereitschaft seit Mitte letzten Jahres und wird getragen von einem großen ehrenamtlichen Engagement. (Der TV berichtete am 21.9.2019). Die Bürger und Bürgerinnen werden u.a. zu Ärzten, zum Einkaufen und seit einigen Monaten auch zu einem wöchentlichen Bürgertreff ins Vereinshaus Am Eckelchen 1 in Zemmer gebracht. (Der TV berichtete am 11.12.2019) Diese vielfältigen Aktivitäten müssen koordiniert werden. Passend dafür wurde nach einem Dorfbegleiter gesucht, der diese Aufgabe übernehmen kann. Angelika Salger kann als Dorfbegleiterin nun auf viele erfreuliche Wochen zurückblicken, in denen sie erleben konnte, dass die Fidei in ihren vielfältigen Formen zusammenkommen will.

Warum hat nun der Arbeitskreis jetzt auch noch dazu aufgerufen, einen Verein zu gründen?

Die Welle der Hilfsbereitschaft und der Wunsch nach Begegnungsmöglichkeiten sind groß und ist von einer Person alleine nicht zu koordinieren. Auch sollte der Bürgerbus, der sich nach drei Jahren selbst auch finanziell tragen muss, weitergeführt werden. In der Satzung des Vereines heißt es: „Der Zweck des Vereins ist die Förderung sozialer und kultureller Aktivitäten für Jung und Alt unter Einbindung der bestehenden Vereine, um die Kommune Zemmer zukunftsfähig zu gestalten. Er unterstützt Projekte und Ziele der aktiven Dorfgemeinschaft im Hinblick auf die Herausforderungen, die der demografische und strukturelle Wandel an den ländlichen Raum mit sich bringt.“

Darin stecken noch viele Ideen und Möglichkeiten, wie Menschen auf der Fidei aktiv werden können. Der Vorstand, der getragen und geleitet wird vom Bürgermeister, dem Pastor, dem Schönfelderhof und engagierten Bürgern und Bürgerinnen ist ansprechbar für weitere Ideen. Dort wo Bürger sich für Bürgerinnen auf der Fidei einsetzen wollen und eine Unterstützung benötigen, möchte der Verein „Bürger helfen Bürgern 2020 e.V.“ da sein. Daufenbach, Zemmer, Rodt und Schleidweiler entwickeln eine gemeinsame Zukunft.

Beitrittserklärungen gibt es bei Edgar Schmitt und Angelika Salger.  

ortsbuergermeister(at)gemeinde-zemmer.de

Am 24. Januar 2020 wurde dieser Verein unter großer Anteilnahme im Gasthaus Wolter gegründet. Der Dank gilt allen, die sich bereit erklärt haben, für den Vorstand zu kandidieren.

 

Infoabend für Frauen mit "Migrationshintergrund" auf dem Land

Hallo liebe Freund*innen und Kooperationspartner*innen, liebe Interessierte, liebe Engagierte in der Flüchtlingshilfe,

wir möchten Dich/Euch um Unterstützung bitten in der Bewerbung der folgenden Idee /des folgenden Projektes: Es geht darum, Arbeitsmöglichkeiten/ Möglichkeiten der „Selbständigkeit“ für geflüchtete Frauen und Migrantinnen auszuloten und diese Frauen zu unterstützen.

Was steckt genau dahinter?

Im Januar 2020 starten wir (drei Migrantinnen, Elisabeth Scherer, und ich) mit drei Infoabenden (nähere Infos weiter unten) für Migrantinnen, die nicht in Trier wohnen. Gerade in der ländlichen Region ist aufgrund von Kinderbetreuung und nicht ausreichendem ÖPNV eine Arbeitsaufnahme für Migrantinnen zusätzlich erschwert. Ob eine „selbstständige Tätigkeit“ für die Frauen von Interesse ist und welche Möglichkeiten die Frauen haben, versuchen wir an diesen Abenden zu klären.

Die Frauen, die in Frage kommen, müssen einen „Aufenthaltstitel“ haben, das bedeutet dass das Asylverfahren abgeschlossen sein muss, eine Duldung reicht ebenfalls nicht aus. Sollten Frauen an dem Abend kommen, die die Anforderung noch nicht erfüllen, prüfen wir, ob es eine Möglichkeit gibt, den Status zu verbessern.

Wir hoffen, Interessentinnen zu finden, die „Gründerinnen“ werden wollen und können. Diese Gruppe werden wir dann in weiteren Modulen unterstützen(z.B. spezieller Sprachkurs Finanzen-Wirtschaft-Steuer, etc… etwa bis Sommer 2020).

Wie der konkrete weitere Verlauf aussehen wird, hängt ganz vom Erfolg der Infoveranstaltungen ab. Die Infoveranstaltungen werden in der VG Ruwer, VG Trier-Land und in der VG Hermeskeil stattfinden. Die begrenzten Möglichkeiten des ÖPNV sind uns hierbei sehr bewusst. Dennoch erwarten wir von den Teilnehmerinnen Eigeninitiative, den unbedingten Willen, Kreativität und Flexibilität. Das sind Eigenschaften, die gerade in der beruflichen Selbständigkeit unabdingbar sind.

Solltest Du /solltet Ihr bei der Bewerbung der Abende auf Bedarfe an weiteren Orten stoßen, so informiert mich bitte darüber, damit wir es in unserer Planung berücksichtigen können.

Die Einladung darf gerne an mögliche Interessentinnen oder Multiplikatoren weiterleitet werden.

Wir hoffen mit unserem Projekt, die Integration von Frauen in ländlichen Regionen verbessern zu können.

Vielen Dank für Deine/ Eure Unterstützung! Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Andreas Flämig

Ehrenamtsbegleiter Willkommens-Netz

Oberstiftstr. 63

54338 Schweich

Caritasverband Trier

Neu: 06502-9996995

0160-99 49 71 21

 

Flaemig.andreas(at)caritas-region-trier.de

www.willkommens-netz.de

Das Netzwerk Fidei feiert seinen 100 Stündigen Sprachkurs und sein vier Jähriges Bestehen

Im April 2015 haben Orts- und Kirchengemeinde, Verbandsgemeinde, Dekanat und Caritas zu einer Informationsveranstaltung aufgerufen, um dem Zuzug der vielen geflüchteten Neubürger/innen gerecht zu werden. Im Einladungstext wurde folgende Situation beschrieben:

„Die aktuellen Konflikte, Bürgerkriege und die anhaltende Armut in vielen Ländern führen dazu, dass Menschen gewaltsam vertrieben werden oder ihre Heimat unter lebensgefährlichen Umständen verlassen. Auch auf der Fidei sind mittlerweile über 50 Flüchtlinge in den einzelnen Ortsteilen untergebracht und wahrscheinlich werden in den nächsten Monaten noch mehr Asylbewerber/innen zu uns kommen.“

Zu diesem Aufruf auf der Fidei sind annähernd 100 Menschen gekommen, um sich zu informieren und auch engagieren zu wollen. Noch an diesem Abend haben sich 25 Personen gemeldet, die in Arbeitsgruppen mitarbeiten wollen.

In den letzten vier Jahren waren weit über Hundert geflüchtete Neubürger in unseren Gemeinden zu Gast gewesen oder wohnen immer noch hier. Die Helfer und Helferinnen der Flüchtlingshilfe haben dafür gesorgt, dass Menschen begrüßt wurden und mit den alltäglichen Fragen von Versorgung, Ärzte und Mülltrennung beraten wurden. Viele kamen ohne Hausstand und genügend Kleider, so dass dort die Spendenbereitschaft immer noch anhält. Eine Materialgruppe hat dafür gesorgt, dass nicht mehr benötigte Kleider und Möbel wieder anderen Menschen nützlich sein können. Besonders hervorzuheben sind die Sprachkurse und Hausaufgabenhilfen des Flüchtlingsnetzwerkes Fidei in den letzen Jahren. Hier haben sehr viele Neubürger die deutsche Sprache erlernt. Im aktuellen Sprachkurs haben  8 Neubürger/innen aus den Ländern Kosovo, Armenien, Kasachstan, Syrien, Polen, Marokko und Afghanistan die deutsche Sprache gelernt.

Sie ist die Eingangstür für unsere Gesellschaft: Beispielhaft wollen wir zwei Sprachkursteilnehmer mit ihrer Geschichte hervorheben. 

 

Aghasi N. aus Armenien:

Ich bin seit 3 Jahren mit meiner Familie in Deutschland. Am Anfang war es schwer mit Deutschen in Kontakt zu kommen, weil die deutsche Sprache schwierig ist. Durch den Sprachkurs und die Unterstützung der ehrenamtlichen Lehrerinnen habe ich verschiedene staatliche aufbauende Sprachkurse und den Integrationskurs erfolgreich geschafft. Jetzt mache ich noch eine Ausbildung, die ich auch hoffentlich gut zu Ende bringe. Mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen möchte ich gerne in der Gemeinde Zemmer wohnen bleiben, weil wir uns dort sehr wohl fühlen und viele uns kennen. Danke, dass ihr mir geholfen habt.

Laila B.

Ich komme aus Marokko und habe Wirtschaft studiert und dort im Bereich Tourismus gearbeitet. Ich bin 30 Jahre alt und spreche arabisch, französisch und englisch. Ich durfte hier am Sprachkurs teilnehmen, um auch Deutsch zu lernen, weil ich hier leben möchte. Auch an der Hausaufgabenhilfe für die geflüchteten Kinder habe ich mitgearbeitet. In Deutschland habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit mit Kindern sehr viel Freude macht. Ich möchte Erzieherin werden und mache hier in der Gemeinde bald ein Praktikum. Ich bin auch sehr dankbar, für die herzliche und gute Unterstützung in diesem Sprachkurs.

Das Flüchtlingsnetzwerk Fidei hat sich mittlerweile zum „Netzwerk Bürger helfen Bürgern“ weiterentwickelt und möchte allen Bürgern Hilfe anbieten.

Die Ehrenamtlichen im Netzwerk treffen sich regelmäßig ca. alle 2 Monate, so dass wir das 25. Treffen vor Kurzem feiern durften. Am heutigen Tage schließen wir wieder einen 100 Stunden WIR-Sprachkurs ab, den wir in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung und dem Willkommensnetz im Bistum Trier durchgeführt haben.

Wir danken allen, die uns in den letzten Jahren begleitet und unterstützt haben. Nicht alle geflüchteten Neubürger konnten und wollten auf der Fidei bleiben, aber viele sind hier zu Freunden und Nachbarn geworden, weil es ein Menschenrecht ist, in Freiheit und in Würde leben zu dürfen. Danke Heimat Fidei!  

 Sie wollen mitarbeiten oder haben Fragen?

Kontakt: Andreas Flämig: Flaemig.Andreas(at)caritas-region-trier.de oder roland.hinzmann@bistum-trier.de

Der Sprachkurs wurde unterstützt von der Katholischen Erwachsenenbildung

und vom Willkommensnetz im Bistum Trier!

 

Bericht im Trierischen Volksfreund vom 17. Juli 2019

  • Integration geht weiter

    Besslich – Am Montag, den 4. Februar 2019 haben sich Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe in der Verbandsgemeinde Trier-Land zu ihrem Neujahrsempfang getroffen. Seit fast drei Jahren engagieren sie sich jetzt schon für die Integration von Neubürgern in unsere Gemeinden und können auf viele Erfolge stolz sein. Allein von den 29 anwesenden Helfern wurde berichtet, dass sie insgesamt 10 geflüchtete Menschen in Arbeit und Ausbildung gebracht haben. Andere berichteten, dass mittlerweile viele Kinder und Jugendliche über die ehrenamtlichen Sprachkurse in den Gemeinden gute Zeugnisse mit nach Hause gebracht haben. „Eine Drei in Deutsch ist für ein Mädchen aus Syrien ein toller Erfolg“. Geflüchtete wurden begleitet, ihre Führerscheinprüfung zu absolvieren. Es wurden wichtige Papiere besorgt, die für die Behörden notwendig sind. Dafür sind einige bis nach Berlin gefahren. An vielen Orten gab es Begegnungsmöglichkeiten für Neubürger und Einheimische. Es wurde gemeinsam gekocht, Ausflüge organisiert und auch Bürgercafes angeboten, um sich besser kennenzulernen. Neben allen Schwierigkeiten bleibt das Fazit, dass es Freude macht, Menschen zu begleiten, um zu sehen, wie sie zu dem werden können, der sie sein möchten. Das Tandem Andreas Flämig, vom Caritasverband Trier und Roland Hinzmann vom Dekanat Schweich-Welschbillig bedanken sich für das herausragende Engagement im letzten Jahr und wünschen sich auch für 2019, dass die Integration weitergeht.

  • Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

    „Eine Kultur der Aufnahme und der Solidarität mit den Geflüchteten
    ist zu fördern. Gegen eine Haltung von Abschottung und
    Abschreckung ist einzustehen.“ HERAUS GERUFEN, 25
    Überall kommen sie vor, sie treff en uns unvorbereitet,
    machen sprachlos und zuweilen auch wütend. Vorurteile
    und Stammtischparolen sind allgegenwärtig, nicht nur an
    Stammtischen, sondern auch in der Schule, im Verein, im
    Urlaub, am Arbeitsplatz und nicht zuletzt auf der Straße.
    Menschen werden mit diskriminierenden Sprüchen beschimpft
    und mit platten Parolen ausgegrenzt, nur weil sie
    aus einem anderen Land kommen oder anders aussehen,
    Andere erregen sich über „schmarotzende und kriminelle
    Ausländer“ und ein Bekannter beschwert sich über „Ausländer,
    die den Deutschen die Jobs wegnehmen“. Und
    wer hat noch nicht erlebt, dass es manchmal schwierig ist,
    solchen Parolen etwas entgegenzusetzen?
    Termin | Ort
    Samstag, 27. Oktober 2018
    9.30 – 16.00 Uhr
    Katholisches Pfarrheim (bei der Kirche)
    54313 Rodt
    Anmeldung
    Dekanat Schweich-Welschbillig
    Dekanatsbüro
    Klosterstraße 1b | 54338 Schweich
    Telefon 0 65 02 | 9 37 45 - 0
    dekanat.schweich-welschbillig@bistum-trier.de
    Kursleitung
    Jürgen Schlicher | Diplom-Politologe
    www.diversity-works.de
    Roland Hinzmann | Pastoralreferent
    im Dekanat Schweich-Welschbillig
    Andreas Flämig | Caritasverband Trier
    Ehrenamtskoordinator
    Bürgernetzwerk Fidei – Bürger helfen Bürgern
    Anmeldeschluss
    12. Oktober 2018
    Zahl der Teilnehmenden
    20 Personen

    Das Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
    will dafür sensibilisieren, genauer hinzuhören,
    Dinge zu hinterfragen und einzuhaken,
    wenn pauschal abwertende Sätze fallen. Es will
    helfen, in solchen Situationen besser zu bestehen
    und dazu ermutigen, für Toleranz und eine demokratische
    und der Menschenwürde angemessene
    Kultur im Umgang miteinander einzutreten.
    Dazu liefert das Argumentationstraining Wissen
    für Kontra-Argumente, sinnvolle Verhaltensweisen
    und Gegenstrategien. Es zeigt Möglichkeiten auf,
    wie man couragiert auf menschenverachtende
    Parolen reagieren kann.
    27. Oktober 2018

  • Ehrenamtspreis für Netzwerk Fidei - Bürger helfen Bürger

    "Bürger helfen Bürgern" im Netzwerk Fidei

    Die Initiative Netzwerk Fidei „Bürger helfen Bürgern“ wurde von Bischof Ackermann stellvertretend für das Bistum ausgezeichnet. Vor allem in der Flüchtlingshilfe macht sich das Netzwerk stark: Es gibt eine Willkommensgruppe, die neu ankommende Flüchtlinge begrüßt und Patenschaften sowie Kontakte vermittelt, außerdem organisiert das Netzwerk Sprachkurse in Zemmer, Rodt und Daufenbach, und die Gruppe baut eine Nachbarschaftshilfe auf, an die sich Menschen mit ihren Problemen vertrauensvoll wenden können. Laudatorin Sanaz Khoilar vom „Willkommensnetzwerk – Flüchtlingshilfe im Bistum Trier“, sagte, dass sie stolz sei, diese Initiative präsentieren zu dürfen. „Als die Flüchtlingskrise begann, kannten sich die Männer und Frauen noch gar nicht, wollten aber gemeinsam ein ehrenamtliches Netzwerk aufbauen. Sie haben das gemeinsam erarbeitet und in kurzer Zeit, sehr schnell und sehr professionell etwas auf die Beine gestellt“, sagte Khoilar. Sprachkurse seien nur ein Teil der Arbeit, es gehe auch um Hilfe bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen und um Hilfe beim Familiennachzug. Der Dienst sei nicht immer einfach – es gebe viele herausfordernde Situationen. „Wenn etwa der Familiennachzug nicht klappt, müssen die Ehrenamtlichen oft die Verzweiflung auffangen. Dabei hilft es dann, in einem Netzwerk tätig zu sein, dass sich gegenseitig unterstützt. Bischof Ackermann dankte den Männern und Frauen für ihr Engagement und betonte, an diesem Beispiel sehe er noch einmal ganz deutlich, dass die Zukunft des Ehrenamts in Netzwerken liege.

  • Netzwerk Bürger helfen Bürgern "Auf der Fidei"

    Die aktuellen Krisenherde, Bürgerkriege und die anhaltende Armut in vielen Ländern führen dazu, dass Menschen gewaltsam vertrie­ben werden oder ihre Heimat unter lebensgefährlichen Umständen verlassen müssen. Wie Ihnen sicher selbst  aufgefallen ist, sind auch in unseren Gemeinden Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern angekommen. Etwas über 100 Personen haben in den ein­zelnen Ortsteilen ihr neues Heim gefunden. Auch in Zukunft werden Menschen mit dem großen Wunsch nach Frieden, Sicherheit und Anerkennung zu uns kommen.

    Bürger- und Bürgerinnen aus der gesamten Gemeinde Zemmer haben sich im Frühjahr 2015 zusammengefunden, um diesen Menschen Hilfe, Unterstützung und eine neue Heimat anzubieten. Nicht nur bei der Gründung der „Flüchtlingshilfe auf der Fidei“, sondern in unserem täglichen Tun werden wir von der Verbandsgemeinde Trier-Land, dem Caritasverband der Region Trier, dem Dekanat Schweich-Welschbillig,  dem Willkom­mensnetzwerk des Bistum Triers, den Ortsbürgermeistern und Ortsvorstehern und der Kreisverwaltung Trier-Saarburg tatkräftig unterstützt, beraten, informiert und begleitet. So wollen wir unseren Neubürgern und Asylbewerbern eine gute Willkommenskultur bieten und eine gelungene Integration ermöglichen.

    Mittlerweile gehören unserem Netzwerk 48 Bürger und Institutionen an, von denen sich 20 Bürger in den einzelnen Bereichen aktiv engagieren. Wir wollen Sie, liebe Mitbürger, gewinnen uns im Rahmen Ihrer Möglichkeiten mit ein zwei oder drei Stunden in der Woche zu unterstützen.

    Wir wollen Sie informieren und zur Mi­tarbeit einladen!

    Unsere Arbeit haben wir in vier Gruppen aufgeteilt und stellen Ihnen diese hier gerne einmal vor:

    Die Materialgruppe

    Diese Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, das  Leben in den Wohnungen attraktiver zu gestalten und noch fehlende Dinge des alltäglichen Gebrauchs zu organisieren. Oft benötigt werden z. B. Teppiche, Geschirr, Kinderbetten, Spielzeug, Staubsauger etc. Als Lagermöglichkeit steht uns eine kleine Garage zur Verfü­gung. Hierbei sei aber ausdrücklich erwähnt, dass in der Regel nur Sachen angenommen werden, für die auch ein konkreter Bedarf besteht. Für unsere Flüchtlingsfamilien suchen wir immer wieder Fahrräder, die wir auch reparieren können. Sollten Sie Sachspenden abzugeben haben, dann bitten wir Sie Kontakt mit uns aufzunehmen. Als Ansprechpartner der Gruppe, steht Ihnen Michael Becker aus Schleidweiler gerne zur Verfügung.

    Ansprechpartner:
    Michael Becker, michael.becker(at)genius89.de    

     

    Die Sprachgruppe

    Die Sprachgruppe wird von Michael Ludwig aus Daufenbach geleitet. Wir arbeiten hier nach dem Tannhauser Modell. Dieses Arbeitsbuch wurde von drei Lehrern speziell für die Flüchtlingsarbe­it entwickelt. Lehrender kann jeder sein. Pädagogische Kenntnisse sind bestimmt von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig. Zusätzlich zum Workbook gibt es noch viele andere Materialien wie Spiele und Arbeitsblätter, die eingesetzt werden. Wir würden uns sehr über weitere Helfer freuen, die uns in einem der Sprachkurse, die wir an unterschiedlichen Standorten der Fidei anbieten unterstützen können.

    Ansprechpartner:         
    Michael Ludwig, michael.ludwigd(at)t-online.de     

     

    Willkommensgruppe

    Die Willkommensgruppe wird durch die Verbandsgemeindeverwaltung über Neuankömmlinge informiert und begrüßt die neu zugezogenen Flüchtlinge meist in ihrer ersten Wohnung nach ihrer Flucht und stellt dabei einen ersten Kontakt her. Einige der Flücht­linge sprechen  Englisch, bei anderen muss dies mit Händen und Füßen oder anhand von Bildern und Übersetzungshilfen geschehen. Wir versuchen schon beim Einzug dabei zu sein oder sie innerhalb der ersten Tage willkommen zu heißen und bieten unsere Hilfe an. Über diesen ersten Kontakt hinaus, sind wir immer auf der Suche, nach  Mitbürgern – am besten in der Nachbarschaft - die die Flüchtlinge weiter begleiten. Ob beim Arzt- oder Behördenbesuch oder bei einer gemeinsamen Einkaufsfahrt . Man kann sich diese Hilfe auch mit anderen Nachbarn teilen.

    Ansprechpartner:         
    Frank-Peter Holz, frank-peter-holz(at)t-online.de

     

    Öffentlichkeitsarbeit

    Diese neu gegründete Gruppe befindet sich noch im Aufbau und möchte den Bürgern der Fidei, aber auch über unsere Grenzen hinaus die Arbeit unseres Netzwerks vorstellen und zur Mitarbeit animieren. Ein besonderes Augenmerk legen wir hier auf die neuen Kommunikationswege wie Facebook, Internet oder WatsApp .Hier suchen wir noch kreative Köpfe, besonders auch ganz junge, die uns dabei unterstützen wollen!

    Ansprechpartner:         
    Melanie Clemens, clemens.m(at)t-online.de

     

    Betreut wird unser Netzwerk durch den Ehrenamtskoordi­nator der Caritas
    Andreas Flämig Tel.: 06502-506 428 E-Mail: flaemig.andre­as@caritas-region-trier.de

    und durch das Dekanat Schweich-Welschbillig
    Roland Hinzmann Tel.: 06502-937 1600 E-Mail: roland.hinz­mann@bistum-trier.de

    Wer interessiert ist, kann sich unter www.bistum-trier.de/willkommens-netzde/ informieren.

    Den aktuellen Flyer zum Bürgernetzwerk finden Sie rechts an der Seite!

     

    Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Wir freuen uns über jede Unterstützung.

  • 2. Bastelnachmittag auf der Fidei des Netzwerkes Fidei - Bürger helfen Bürger

    Bastelnachmittag des Netzwerks Fidei

    Unter dem Motto „Wir basteln für Ostern“, veranstaltete das Netzwerk Fidei am 24.03.2018 einen Bastelnachmittag für die Fideier Bürger und geflüchtete Menschen die auf der Fidei leben.

    Zusammen kommen, einen Nachmittag ohne Alltagssorgen mit netten Menschen verbringen und dabei etwas Schönes schaffen, das ist Motto und Antrieb von den Organisatorinnen des Netzwerks Fidei, die nun schon zum zweiten Mal einen Bastelnachmittag veranstalteten. Entstanden sind wunderschöne Osterhasen und Ostereier mit Décopatch, sowie Kressetöpfe aus Recycling-Material. Mit 21 Teilnehmern, fand der Bastelnachmittag großen Anklang und es ging um mehr als nur das Basteln. Ein Stück Kultur und Brauchtum vermitteln, sich über unterschiedliche Gebräuche austauschen, gemeinsam kreativ sein, Spaß in einer Runde netter Menschen haben. Die gute Stimmung war deutlich spürbar und der Nachmittag fand bei Leckereien aus unterschiedlichen Ländern und bunt gefärbten Ostereiern einen schönen Ausklang. Für die Helferinnen Angelika Salger, Claudia Schneider, Rosi Schröder, Andrea Edinger und Melanie Clemens stand am Ende eines gelungen Nachmittags fest, dass dies nicht der letzte dieser Art sein sollte. Neue Projekte sind schon in Planung und das Vorbereitungsteam freut sich auf viele weitere schöne Begegnungen. Wer selbst Lust und Spaß hat, in der Netzwerkarbeit vorbeizuschauen oder sich mit Ideen und ein paar ehrenamtlichen Stunden im Netzwerk Fidei „Bürger helfen Bürgern“ einzubringen,ist jederzeit herzlich willkommen. Das nächste Netzwerktreffen findet am 30. Mai 2018 um 19 Uhr im Pfarrheim in Rodt statt.

    Ansprechpartner: Ehrenamtskoordinator Andreas Flämig Tel.: 06502-9356332, mobil : 0160-99 49 71 21, oder Melanie ClemensEhrenamtliche im Netzwerk Fidei Tel.: 06580-917616.

  • Persischer Abend der Flüchtlingshilfe


    Butzweiler, 3.12.2017: An diesem Abend haben sich die Netzwerke der Flüchtlingshilfe in der Verbandsgemeinde Trier-Land zum Feiernund gemeinsamen Essen getroffen. Über 40 Ehrenamtliche sind aus den Netzwerken Welschbillig, Trierweiler und der Fideigekommen.

    Musikalisch erlebten die Gäste die Familie Alisharhani aus dem Iran, die mit Gesang und Trommel ihre Volkslieder dem Publikum näherbrachte. Zwischendurch wurden immer wieder Erfolgsgeschichten aus den Netzwerken erzählt. Diese ehrenamtlichen Gruppen sind seit Sommer 2015 aktiv und haben nicht nur in der Willkommenskultur große Erfolge erzieht. Durch Sprachkurse, Begegnungscafé, Ausflüge und viele Integrationsideen sind viele Neubürger in unserer Region geblieben und haben eine Arbeitsstelle hier gefunden. Integration bleibt aber eine Aufgabe für uns alle und weil aus Fremden Freunde geworden sind, wollen die Netzwerke weiterarbeiten.

    Der Abend wurde abgerundet mit einem persischen Essen. Milad Alisharhani hatte im Iran ein eigenes Restaurant, bevor er fliehen musste. Vor einem halben Jahr konnte er seine Familie nach Deutschland holen. Jetzt möchte seine Familiedie persische Kultur den Deutschen kulinarisch und musikalisch näherbringen.

    Das Tandem Andreas Flämig und Roland Hinzmann vom Caritasverband Trier e.V. und vom Dekanat Schweich-Welschbillig bedankten sich bei den Ehrenamtlichen für ein weiteres Jahr der Solidarität und Nächstenliebe in unseren Gemeinden.

    Sie haben Fragen zur Flüchtlingshilfe? www.willkommens-netz.de oder

    bei flaemig.andreas(at)caritas-region-trier.de oder roland.hinzmann(at)bistum-trier.de

  • Deutsche Bräuche kennenlernen

    Zemmer 9.12.2017

    Am Samstag veranstaltete das „Netzwerk Fidei – Bürger helfen Bürgern“ einen Bastelnachmittag für Flüchtlingsfamilien und Einheimische aus der Gemeinde im Pfarrheim in Rodt. Das Ziel des Nachmittags war es, die Kommunikation untereinander zu fördern und die Flüchtlinge auch mit unseren Gebräuchen, wie dem Advents-Basteln, bekannt zu machen.

    Die Veranstaltung fand regen Zuspruch. Einheimische wie geflüchtete Neubürger brachten köstliche selbstgemachte Leckereien für die gemeinsame Tee-Pause mit. Groß und Klein bastelten begeistert Fenstersterne, Teelichter und Sternenlichter, aßen Kuchen und Kekse und unterhielten sich. Es war ein sehr harmonisches und fröhliches Miteinander.

    Nach drei Stunden gingen alle glücklich und stolz mit ihren selbstgemachten Werken nach Hause und auch den Organisatoren bereitete der Nachmittag sehr viel Freude.

    Das Netzwerk Fidei ist ein Zusammenschluss ehrenamtlicher Helfer der Zemmerer Ortsteile Zemmer, Rodt, Schleidweiler und Daufenbach, die eng mit der Gemeinde und den Ehrenamtsbegleitern der Caritas unddes Dekanats Schweich-Welschbillig zusammenarbeiten. Angefangen als Flüchtlingshilfe, hat das Netzwerk sein Spektrum auf alle Bürger der Gemeinde ausgeweitet und deswegen auch den Namen durch „Bürger helfen Bürgern“ ergänzt. Angelika Salger

     

  • Netzwerk Flüchtlingshilfe Pfarreiengemeinschaft Trierweiler

    Hilfe für Flüchtlinge Trierweiler

    Arbeitskreis im Netzwerk

    Die Netzwerke Flüchtlingshilfe geben sich eigene Aufgaben und überlegen gemeinsam, was notwendig ist. Diese Arbeitsgruppen treffen sich in der Regel alle 6 Wochen in einem gemeinsamen Netzwerktreffen, in dem auch Themen, wie Arbeitsintegration, Asylverfahren und vieles mehr besprochen werden.

    Im Netzwerk Trierweiler gibt es folgenden Arbeitsgruppen:

    1. Cafe Welcome Trierweiler
    2. Sprache
    3. Cafe Welcome Igel
    4. Willkommens-Gruppe
    5. Mobilität

    Betreut wird das Netzwerk durch den Ehrenamtskoordinator der Caritas
    Andreas Flämig Tel.: 06502-506 428 E-Mail: flaemig.andreas(at)caritas-region-trier.de

    und durch das Dekanat Schweich-Welschbillig
    Roland Hinzmann Tel.: 06502-937 1600 E-Mail: roland.hinzmann(at)bistum-trier.de

    Wer sich hier weiter interessiert kann sich unter

    http://www.bistum-trier.de/willkommens-netzde/ informieren.

  • Netzwerk Flüchtlingshilfe Pfarreiengemeinschaft Welschbillig

    Hilfe für Flüchtlinge Welschbillig

    Arbeitskreis im Netzwerk

    Die Netzwerke Flüchtlingshilfe geben sich eigene Aufgaben und überlegen gemeinsam, was notwendig ist.

    Diese Arbeitsgruppen treffen sich in der Regel alle 6 Wochen in einem gemeinsamen Netzwerktreffen, in dem auch Themen, wie Arbeitsintegration, Asylverfahren und vieles mehr besprochen werden.

    Im Netzwerk Welschbillig gibt es folgenden Arbeitsgruppen:

    1. Gruppe Willkommen
    2. Interkulturalität
    3. Material
    4. Integration in Vereine und Jugendräume
    5. Sprachkurs
    6. Begegnungscafé Welschbillig
    7. Arbeit

    Betreut wird das Netzwerk durch den Ehrenamtskoordinator der Caritas
    Andreas Flämig Tel.: 06502-506 428 E-Mail: flaemig.andreas(at)caritas-region-trier.de

    und durch das Dekanat Schweich-Welschbillig
    Roland Hinzmann Tel.: 06502-937 1600 E-Mail: roland.hinzmann(at)bistum-trier.de

    Wer sich hier weiter interessiert kann sich unter

    http://www.bistum-trier.de/willkommens-netzde/ informieren.

  • Aktuelles aus dem Netzwerk Welschbillig