Festakt zur Vorstellung der Ausstellungstafel „Jüdisches Leben in Mehring"

Am 22. Februar 2018 wird in einem Festakt in der ehemaligen Synagoge in Schweich die Ausstellungstafel „Jüdisches Leben in Mehring“ vorgestellt und in die Dauerausstellung „Jüdisches Leben in und um Schweich“ eingegliedert. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.

René Richtscheid M.A. vom Emil - Frank-Institut Wittlich wird einen Überblick über die Gesamtausstellung geben. Hermann Erschens M.A. wird die neue Ausstellungstafel vorstellen und einen Vortrag zur Geschichte der ehemaligen jüdischen Bürgerinnen und Bürger von Mehring halten.

Musikalisch umrahmt wird der Abend vom Blockflötenorchester „Allegro“ unter der Leitung von Marianne Jostock.

Im Anschluss an den Festakt besteht die Möglichkeit zum Austausch bei einem kleinen Imbiss und Getränken.

Veranstaltet wird der Abend von der AG Gedenken des Dekanates Schweich –Welschbillig in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Mehring , der Pfarrgemeinde Mehring, Kultur in Schweich, der Volkshochschule Schweich und der Katholischen Erwachsenenbildung Trier.

Herzliche Einladung an alle!  

Erinnerung an das jüdische Leben in Schweich

AG "Gedenken"

Inhaltlich hat die Gedenkarbeit mehrere Schwerpunkte,
die miteinander verknüpft sind:

  • Entwicklung und Betreuung der Dauerausstellung „Jüdisches Leben in und um Schweich“
    in der ehemaligen Synagoge Schweich

    Bisher besteht die Ausstellung aus neun Tafeln zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in der Stadt Schweich sowie den Ortstafeln „Jüdisches Leben in Leiwen“ und „Jüdisches Leben in Klüsserath“. Hinzukommen werden Tafeln zu den Orten Fell, Mehring und Trittenheim.
    Unverzichtbarer Bestandteil der Ausstellung ist für die pädagogische Arbeit die filmische Präsentation von  Interviews, die Schülerinnen und Schüler mit Schweicher Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geführt haben.
  • Zusammenarbeit mit den Schulen

    Zur Ausstellung – wie auch zum alten Jüdischen Friedhof – bieten qualifizierte Personen Führungen insbesondere für Schulklassen an. Dabei soll deutlich werden, dass die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung während der Zeit des Nationalsozialismus Bestandteil der Geschichte des eigenen Nahbereiches ist.
    Außerdem sollen die Führungen sensibilisieren für Formen der Gewalt in der Gegenwart und im eigenen Lebensbereich. Jugendliche sollen für die Frage der Menschenrechte interessiert und zu einem entsprechenden Engagement motiviert werden.
  • Unterstützung von Projekten in den Schulen

    Die Arbeitsgemeinschaft Gedenken unterstützt auch entsprechende Projekte der Schulen. Inbesondere auf die Arbeit mit Jugendlichen ausgerichtet war im Jahr 2015 die dreiwöchige Präsentation der Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ in der ehemaligen Synagoge in Schweich in Verantwortung des Dekanates.
  • Kulturelle Angebote und Bildungsangebote

    Im Umfeld des Jahrestages der Reichspogromnacht und des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar finden jedes Jahr Vorträge, musikalische Lesungen und Exkursionen statt. In diesem Rahmen wird auch die bleibende Verbundenheit zwischen  Judentum und Christentum thematisiert.

Kooperations-Partner, Begleitung

Die Arbeitsgemeinschaft Gedenken des Dekanates plant und gestaltet die Gedenkarbeit – bezogen auf die Orte der heutigen Verbandsgemeinde Schweich. (Leitung Pastoralreferent Matthias Schmitz)

Im Rahmen der Gedenkarbeit kooperieren folgende Institutionen und Personen:

  • Stadt Schweich,
  • Verbandsgemeinde Schweich sowie das Kinder –und Jugendbüro der Verbandsgemeinde Schweich,
  • Pfarrgemeinde St. Martin Schweich,
  • Jugendarbeit und Schulpastoral im Dekanat Schweich-Welschbillig,
  • Evangelische Kirchengemeinde Ehrang - Pfarrbezirk Schweich,
  • Jüdische Kultusgemeinde Trier,
  • Deutsch - Israelische Freundschaftsgesellschaft Trier,
  • KEB – Fachstelle Trier,
  • Volkshochschule Schweich,
  • Levana–Schule Schweich,
  • Dietrich–Bonhoeffer–Gymnasium Schweich.

Die wissenschaftliche Begleitung und die Forschungsarbeit liegen in Hände des Emil–Frank–Instituts Wittlich und von Hermann Erschens.

Grenzübergreifende Kooperation mit Trägern der Gedenkarbeit in Luxemburg

Diese Kooperation hat ihren Anfang im Zusammenhang mit der Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" genommen und wird fortgeführt.